Konsensmediation bei Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren

Gerade bei Verfahren nach dem Außerstreitgesetz (AußStrG), zum Beispiel bei Obsorge oder Kontaktrechtsauseinandersetzungen ist der Weg zu Gericht oft kontraproduktiv. Ein Kontaktrecht kann man zwar de jure erzwingen, in der Praxis ist es aber schwierig durchzusetzen.

Oft münden diese Versuche darin, dass nach einer "Einigung" festgestellt wird, dass das Kontaktrecht nicht ausgeübt werden kann und es wird das nächste Verfahren angestrengt. Oder der getrennt lebende Elternteil resigniert und verzichtet, was aber auch negative Folgen für das Kind haben kann.
Besser ist in einem solchen Fall eine gemeinsame Vereinbarung, die für beide Parteien und für das Kind lebbar ist.

Konsensmediation

Wir bieten für dieses Ziel eine spezielle Form der Mediation, die Konsensmediation an. Anders als bei einer klassischen Mediation verwenden wir ein besonders Verfahren, welches aus unserer Erfahrung eine höhere Chance bietet, eine belastbare Vereinbarung zu erzielen.
Wir folgen dabei den Methoden der klassischen Mediation wie zum Beispiel Gewaltfreiheit (natürlich körperlich, aber auch verbal), Eigenverantwortung (der Partner ist nicht automatisch bei allem schuld), Respekt und Toleranz, Kooperationsbereitschaft.

Die Konsensmediation ist ein Verfahren zur

  • Konstruktiven, gewaltfreien Bearbeitung von Konflikten
  • Lösung eines spezifischen Konfliktes
  • Erzielung eines Konsenses

Durch die Konzentration auf die Lösung eines Konfliktes ist dieses Verfahren auch effizient und lässt sich in überschaubarer Zeit durchführen (im Gegensatz zu einem gerichtlichen Verfahren).
Wir betreiben dabei keine Vergangenheitsbewältigung, forschen nicht den oder die „Schuldigen“ aus und fungieren nicht als Schiedsrichter.
Dagegen konzentrieren wir uns auf eine Vereinbarung,

  • Welche die wesentlichen Aspekte aller Parteien berücksichtigt,
  • Mit Leben erfüllt werden kann,
  • Und bei der niemand das Gefühl hat, über den Tisch gezogen worden zu sein oder „verloren“ zu haben.

Die Konsensmediation wird bei uns im Rahmen einer „Co-Mediation“ durchgeführt. Das bedeutet, dass von unserer Seite eine männliche und eine weibliche Person teilnehmen. Dabei hat eine Person eine psychologische oder psychotherapeutische Ausbildung.

Der Ablauf gliedert sich in 6 Einheiten (à 60 Minuten), wobei die letzte Einheit ca. 6-8 Wochen nach der vorgehenden Einheit stattfindet. Dabei kann einerseits überprüft werden, ob die Vereinbarung adaptiert werden müssen, oder ob auf etwas wesentliches Vergessen worden ist.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, besteht eventuell die Möglichkeit, dass die Kosten von der Versicherung übernommen werden.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte über unser Kontaktformular.

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